Kingdom Of Comedy

Wenn Du in New York bist: Geh in eine Broadway Show. Trink einen Cocktail in einer Rooftop Bar.Und: Geh Dir eine Comedy-Show ansehen. Denn NYC ist die unangefochtetene Metropole der Comedy.

Ob Standup, Open Mic, Broadway oder die gepflegte Late-Night-Show, jeden Abend bieten die Five Burrows eine breite Auswahl an Veranstaltungen. Doch wie entscheidet man sich dafür, was man ansehen soll? Eine kleine Übersicht:

Wer damals in den 90ern „Friends“ oder gar „Seinfeld“ für den Gipfel des Comedy-Olymp gehalten hat und selbst nach „How I met your Mother“ seine Meinung nicht geändert hat, sollte sich eine aktuelle Vorstellung von Jerry Seinfeld ansehen. Obwohl Jerry genug Geld verdient hat, um sich einen Wolkenkratzer in Manhattan zu bauen, ist er immer noch aktiv und verbreitete den jüdischen, aber nicht allzu jüdischen Humor der 90er Jahre. Ihm macht es Spaß – und gute Laune steckt bekanntlich an.

Wer hingegen in den 2000ern Comedy mit Jon Stewart neu entdeckt hat, hat eine breite Auswahl. Zwar tritt Jon selbst kaum noch auf die Bühne, doch die Stadt wimmelt von Comedians, die ihm ihre Karriere zu verdanken haben. Wöchentlich zeichnen John Oliver und Samatha Bee ihre Sendungen in NYC auf, fast täglich Trevor Noah und Stephen Colbert. Zudem treten die Autoren und On-Camera-Personalities aus diesen Shows auf den unzähligen Comedy-Bühnen der Stadt auf.

Neigt Dein Humor eher Richtung Amy Schumer oder 2 Broke Girls, such Dir einen Comedy-Club aus – wie zum Beispiel den Comedy Cellar. Wer vulgäre Töne anregend findet, kann sich abends die „Nasty Shows“ oder ähnliche Formate ansehen.

Heutzutage muss man übrigens keine Angst mehr haben, dass man rassistische oder sexistische Witze auf den Comedy-Bühnen zu hören bekommt — nein, es ist fast garantiert. Aber dank einer ausgefeilten Arbeitsteilung ist das kein Problem: Die Vagina-Witze werden nun von Frauen gemacht, Schwule machen Schwulen-Witze und die alten weißen Komiker erzählen, was für gewaltige Unsympathen sie doch sind.

Freunde von Parks & Recreation oder Unbreakable Kimmy Schmidt werden sich auf einer Improv-Bühne wohler fühlen wie der Upright Citizens Brigade Improvisations-Comedy ist interaktiver, weniger offensiv und fast gänzlich weiß. Macht Euch drauf gefasst, viel über Selbstzweifel, Depressionen und alternativen Lebensentwürfen von Mittelstandskindern zu hören.

Wer hingegen ein Fan von Broad City ist, sollte sich das vibirerende Low-budget-Nachtleben ansehen, das ihr zum Beispiel im Event-Newsletter findet. Zahlreiche Bühnen, Kneipen, sogar Pizzerien versuchen ihr Publikum mit kostenlosen Comedy-Nummern zu unterhalten.

Meist ist es auch keine Frage, warum die Events kostenlos sind — denn die Komiker werden viele der auftretenden Comedians können allenfalls davon träumen, ihre Miete mit Auftritten zu bestreiten. Und dennoch: In Ihnen ist die tiefe Verzweiflung am Reifen, aus denen wirklich giute Comedy entsteht. Zumindest zuweilen.

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